Speziele Labormethoden

ZONA FREE

Das Verfahren ZONA FREE ist ein Sondertyp des assistierten Hatchings, wo der Embryo komplett von seiner Außenhülle (Zona Pellucida - ZP) befreit ist. Das Verfahren wird Kundinnen empfohlen, bei denen Antikörper gegen die Proteine der ZP – AZP nachgewiesen wurden.

AZP ist eine Immunpathologie, die mit zu Fruchtbarkeitsstörungen beiträgt. Vor einer IVF-Behandlung bemühen sich die Immunologen zwar, die Bildung von AZP mithilfe von Medikamenten zur Schwächung von Immunreaktionen einzudämmen, aber nicht immer ist die Behandlung so erfolgreich, dass die Antikörper gänzlich aus dem Kreislauf verschwinden.

Auch wenn der Bluttest auf AZP bereits negativ ist, kann ihr Vorhandensein unterhalb der Nachweisgrenze, was dem Embryo immer noch schaden kann, nie ausgeschlossen werden. Ein von Resten der Eiweiße der ZP befreites Embryo ist für die AZP jedoch „uninteressant“ und sofern er in die Gebärmutter eingefügt wird, können ihm die AZP bereits nichts mehr anhaben.  

Nach dem Entfernen der Hülle des Embryos mit dem Verfahren ZONA FREE wurden im Jahr 2019 65 % der Patientinnen mit einem nachgewiesenen Vorhandensein von AZP schwanger.

Für wen ist die Behandlung bestimmt:

  • Für Patientinnen, bei denen das Vorhandensein von Antikörpern gegen die ZP nachgewiesen wurde.
  • In weiteren Fällen je nach Empfehlung des Arztes.