MESA und TESE: Chirurgische Spermienentnahme

Die chirurgische Spermiengewinnung bietet eine moderne Lösung für Männer, die keine Spermien – oder keine lebensfähigen Spermien – in ihrem Ejakulat haben. Fortgeschrittene mikrochirurgische Techniken wie MESA (Mikrochirurgische Epididymale Spermienaspiration) und TESE (Testikuläre Spermienextraktion) ermöglichen es, Spermien direkt aus dem Nebenhoden oder Hodengewebe für die ICSI-Befruchtung zu entnehmen.

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Was sind MESA und TESE und wie funktionieren sie?

Beide Verfahren werden ambulant unter Lokal- oder Vollnarkose durchgefuehrt.

Die Proben werden sofort analysiert, und wenn lebensfähige Spermien gefunden werden, werden sie für die Eizellbefruchtung vorbereitet.

MESA

Eine mikrochirurgische Technik, bei der Spermien mit einer feinen Nadel aus dem Nebenhoden aspiriert werden. Diese Methode ist minimal-invasiv und hochwirksam bei obstruktiver Azoospermie.

TESE

Spermien werden direkt aus dem Hodengewebe extrahiert. Diese Methode wird hauptsächlich bei nicht-obstruktiver Azoospermie eingesetzt, bei der die Spermienproduktion im Ejakulat fehlt oder stark beeinträchtigt ist.

Wesentliche Vorteile von MESA / TESE:

  • Fertilitätsoption bei schwerer männlicher Unfruchtbarkeit – ermöglicht die Befruchtung auch bei vollständigem Fehlen von Spermien im Ejakulat (Azoospermie).
  • Hohe Erfolgsraten – bis zu 95 % bei obstruktiver und bis zu 50 % bei nicht-obstruktiver Azoospermie.
  • Sicher und effizient – das Verfahren ist kurz, und die meisten Patienten erleben minimale Ausfallzeit.
  • Kompatibel mit ICSI – sogar eine sehr geringe Anzahl gewonnener Spermien kann erfolgreich mit ICSI verwendet werden.

Wann empfehlen wir die chirurgische Spermiengewinnung?

Diese Techniken werden in den folgenden Situationen empfohlen:

  • Azoospermie – vollständiges Fehlen von Spermien im Ejakulat.
  • Nekrozoospermie – es sind lediglich nicht lebensfähige Spermien vorhanden.
  • Ejakulationsversagen – aufgrund von erektiler Dysfunktion oder retrograder Ejakulation. 
  • Nach Vasektomie – Spermien können nicht auf natürlichem Wege gewonnen werden.
  • Genetische oder hormonelle Ursachen – wenn die Spermienproduktion auf das Hodengewebe beschränkt ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Haben Sie weitere Fragen zu MESA oder TESE? Fragen Sie unsere Spezialisten bei Gennet.

Ist der Eingriff schmerzhaft?
  • Chirurgische Spermiengewinnung
  • Spezielle Labormethoden

Nein. Der Eingriff erfolgt unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose. Die meisten Patienten empfinden ihn als kaum unangenehm. Nach dem Eingriff kann es zu einem leichten Druckgefühl kommen.

Können die gewonnenen Spermien sofort verwendet werden?
  • Chirurgische Spermiengewinnung
  • Spezielle Labormethoden

Ja. Wenn lebensfähige Spermien gefunden werden, können sie direkt zur Befruchtung per ICSI genutzt oder für die spätere Verwendung eingefroren werden.

Wie lange dauert die Erholungszeit?
  • Chirurgische Spermiengewinnung
  • Spezielle Labormethoden

Wir empfehlen 1–3 Tage körperliche Schonung. Die Rückkehr in den Alltag ist in der Regel nach wenigen Tagen möglich.

Was kostet der Eingriff?
  • Chirurgische Spermiengewinnung

Die Kosten hängen von der Art des Eingriffs (MESA oder TESE), der Anästhesieform und dem Umfang ab. Den genauen Preis erfahren Sie bei einem Beratungsgespräch oder in unserer Preisliste.

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