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Neue Methode des Screenings von 24 Chromosomen mittels Methode Array CGH

Neu führen wir in unseren Labors das Screening von Aneuploiden mittels
Methode Array CGH 24 Chromosomen durch. Der Zweck der Untersuchung
ist, Embryonen ohne genetische Abnormitäten zur Übertragung in die Gebärmutter
auszuwählen. Solche Abnormitäten würden zu schwerwiegenden Entwicklungsschäden
führen und würden außerdem das Risiko einer Fehlgeburt
erhöhen und die Möglichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft verringern.
Zum Screening von am meisten geeigneten Embryonen werden nun Mikrochips
gebraucht – Methode Array CGH. Anstatt einer Zelle eines dreitägigen
Embryos verwenden wir mehrere Zellen einer fünftägigen oder sechstägigen
Blastozyste. Eine solche Entnahme stellt ein niedrigeres Risiko dar und hat zugleich
einen höheren Aussagewert. Nicht zuletzt hat dieses Verfahren einen ökonomischen
Effekt für den Patienten, weil wir weniger Embryonen untersuchen.
Darüber hinaus verwenden wir die Methode der sogenannten Dislokation, bei
der es zu dem Embryotransfer im darauffolgenden Zyklus kommt, in dem mithilfe
hormoneller Vorbereitung eine optimale Vorbereitung des Endometriums
erreicht wird.

Die genetische Präimplantationsdiagnostik (PGD) ermöglicht eine Analyse und
Eliminierung genetischer Abnormalitäten bei Embryonen vor ihrer Implantation.
Dabei wird eine bis zwei Zellen (bzw. auch mehrere Zellen) dem Embryo
entnommen und genetisch untersucht. Die Entnahme der Zellen erfolgt am
dritten oder fünften Tag. Dabei wird die Tatsache genutzt, dass jede Zelle des
Embryos die gleiche genetische Ausstattung enthalten sollte. In frühen Entwicklungsphasen
des Embryos sind die einzelnen Zellen noch nicht specialisiert
und so beeinflusst die Entnahme eine weitere Entwicklung des Embryos nicht.
Die genetische Präimplantationsdiagnostik ist für Paare bestimmt, die ein hohes genetisches Risiko für ihre Nachkommen mit sich tragen. Mithilfe von PGD
kann man eine Übertragung einer genetischen Krankheit auf eine weitere Generation
verhindern, und zwar ohne zwingend erforderlicher pränatalen Diagnostik
und den darauffolgenden Schwangerschaftsabbruch einer Schwangerschaft
mit Behinderung. Die PGD ist immer mit einer außerkörperlichen
Befruchtung verbunden. Außer eines IVF-Arztes muss das Paar noch einen
klinischen Genetiker aufsuchen, mit dem die Gründe, das Verfahren und die
Vorzüge der genetischen Präimplantationsdiagnostik besprochen werden.

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