Labormethoden der genetischen Präimplantationsanalyse

Genetische Präimplantationsdiagnostik Das Prinzip der PGD Allgemeine Indikationen zur PGD Labormethoden der genetischen Präimplantationsanalyse Vorteile und Nachteile der PGD Untersuchung mit der Methode einer fluoreszierenden in situ Hybridisation

Einem drei Tage alten Embryo entnommene Zellen werden meist mit der Methode der fluoreszierenden in situ Hybridisation (FISH) getestet. Diese molekulare zytogenetische Technik ist geeignet bei Untersuchungen von Aneuploidie bei Embryonen, bei der Bestimmung des Geschlechts von Embryonen oder bei der Bestimmung von Trägern strukturaler Aberrationen. Für die Erkennung monogener Krankheiten wird eine molekulare genetische Methode eingesetzt – die so genannte Polymerase-Kettenreaktion (PCR).

Die fluoreszierende in situ Hybridisation ist begründet auf dem Prinzip der Hybridisation einer kurzen fluoreszierend gekennzeichneten DNA Sequenz (sog. Sonde) mit entsprechenden Abschnitten einer gezielten DNA-Sequenz der untersuchten Embryozelle. Das Ergebnis dieser Hybridisation wird mit Hilfe eines fluoreszierenden Mikroskops abgelesen. Wir bekommen dann eine Übersicht über die Anzahl von Kopien eines ausgesuchten DNA-Abschnitts, der ein bestimmtes Chromosom repräsentiert, im Kern der untersuchten Embryozelle.

Die Polymerase-Kettenreaktion wurde in den 80. Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt und stellt heute eine der meistgenutzten Methoden der molekularen genetischen Diagnostik dar. Prinzip dieser höchst wirksamen Methode ist die in vitro Synthese eines ausgesuchten DNA-Abschnitts, die in sich oft wiederholenden Zyklen abläuft. Das Ergebnis ist der Erhalt einer mehrfachen Anzahl an Kopien eines gegebenen DNA-Abschnitts. Die erhaltenen amplifizierten Fragmente kann man anschließend trennen und mit Hilfe einer Elektroforese visualisieren. Der empfindlichste Typ der Elektroforese ist die so genannte kapillare Elektroforese, über die wir in unserem Labor verfügen. Mit Hilfe dieser Methoden lässt sich auch eine geringe Menge DANN analysieren, also auch die in einer einzigen Zelle enthaltene DNA.